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5. April 2020

„Mutig? Nee, richtig.“

– Andreas Erfolgsgeschichte

„Du bist aber mutig!“ Haben sie gesagt. Die vielen Menschen. Dabei hat es sich für mich damals gar nicht so angefühlt. Mut? Nee. Dafür hat es sich absolut richtig angefühlt. Im Bauch und im Herzen.
Meinen sicheren Job mit gutem Gehalt und wohlklingendem Titel aufzugeben? Mich nach zwanzig Arbeitsjahren „einfach so ins Nichts zu stürzen“? Ja, das war richtig. Damals und heute erst recht.
Und so saß ich an meinem letzten Arbeitstag, am 31. März 2017, im Flieger nach Katmandu, der Hauptstadt von Nepal. Ein Freund hatte mir das Versprechen abgerungen, mir zu Beginn meiner unbefristeten Auszeit ganz bewusst keine Gedanken oder gar Pläne „für danach“ zu machen.
Mit diesem Zustand der planlosen Ungewissheit musste sich die Koalition aus meinem inneren Finanzminister und seinem Kollegen, meinem internen Sorgensenator, erst arrangieren. Dass ich keinen langfristigen Masterplan hatte und zunächst nicht wusste, wie lange diese Auszeit dauern und was im Anschluss kommen würde.
An den Monat in Nepal mit der Tour zum Annapurna Basecamp und in der Himalayan Yoga Academy schlossen sich weitere wunderbare Erlebnisse an, darunter Wanderungen auf dem Malerweg und Rennsteig sowie eine grandiose Trekkingtour in Island. Und vor allem: Die Möglichkeit, auf all diesen Wegen ganz bei mir selbst zu sein, während ich gleichzeitig offen war für all die vielen Dinge, die mir die Welt zum Erkennen und Staunen angeboten hat.
Die schlussendlich elfmonatige Auszeit war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Irgendwo zwischen den Gipfeln des Himalayas, isländischen Gletschern und vielleicht auch auf einer Schöneberger Wiese setzten sich die Puzzlestücke in meinem Kopf zusammen.
Heute arbeite ich als Coach für Menschen, Teams und unterschiedlichste Organisationen, für Privatpersonen ebenso wie für erfahrene Manager und frischgebackene Berufsanfänger. Außerdem schreibe ich Bücher über vielfältige Aspekte von Veränderungen. Und bin damit richtig glücklich.
Ob ich dafür nach Nepal oder Island fahren musste? Vielleicht nicht. Jedoch war es wichtig, dass ich tief in mich hinein, auch auf die vermeintlich nervigen Mitglieder meines „inneren Teams“ gehört hatte. (Und nicht versucht habe, sie zu ignorieren. Das klappt nämlich nicht.) Seinem eigenen Bauch und Herz, sich selbst zu vertrauen? Ja, das kann durchaus eine Portion Mut erfordern. Und es lohnt sich, voll und ganz. Dafür bin ich mir selbst dankbar. Das ist eine, das ist meine Erfolgsgeschichte.

 

Mach auch aus Deinem Wunsch eine Erfolgsgeschichte! Lass Dich inspirieren durch das APRIL Workbook!