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20. April 2015

Sabine_400x284„Wenn Baumdetektive Schule machen.“

– Sabines Erfolgsgeschichte

Schon immer liebte ich Bäume – ich finde sie faszinierend und schön zugleich. Wie schön wäre es, Kindern die Begeisterung für Bäume zu vermitteln?

Als Erzieherin begleite ich den Unterricht der Grundschüler und , wie in jedem Jahr, begann das neue Schuljahr mit dem Thema Bäume. Die Lehrerin erzählte kurz etwas über unsere Straßenbäume, zeigte ein paar Fotos auf dem Smartboard, teilte vorgefertigte Arbeitsbögen aus und sobald die Schüler sie eher lustlos bearbeitet hatten – ab damit in den Hefter, das wars. Die Bäume, mit dem „Abheften“ für die Schüler, schon vergessen!

Damit wollte ich mich nicht zufrieden geben. Schließlich gibt es rund um das Thema so viel zu entdecken, das auch für die Kinder spannend, einprägsam und nachhaltig sein kann. So setzte ich mich hin und überlegte, was Kinder spannend finden und was sie dazu motiviert Neues zu lernen. Schnell kam mir die Idee der „Baumdetektive“. Also raus aus dem Klassenraum und ab in die Natur. Bäume anschauen, berühren und riechen – das war ein Erlebnis für die Sinne. Noch dazu die schönsten Kletterbäume zu suchen, brachte allen viel Spaß und Bewegung an der frischen Luft. Die Kinder untersuchten und erforschten: Wie sieht der Baum aus, wie alt wird er, wie ist die Beschaffenheit der Rinde. Sie stellten einen „Fingerabdruck“ des Baumes mit Stift und Papier her und sammelten kleine Äste, Blätter und Früchte.

Im Computerbaum recherchierte die Kinder zur kulturellen Geschichte der Bäume, zeichneten sie und erfanden sogar Rollenspiele rund um den Baum. Schon nach kurzer Zeit spürte ich die Wirkung des lebhaften und naturnahen Unterrichts. Auch nach dem Unterricht, im Hort, untersuchten die Kinder immer wieder die Bäume auf dem Schulhof. Ich merkte, dass ich sie mit meiner Begeisterung angesteckt hatte.

Doch leider wurde die nächste Unterrichtseinheit wieder wie früher durchgeführt, da sich die Lehrerin zeitlich verplant hatte. Wieder landeten die Arbeitsblätter im Hefter und die Baumdetektive gerieten fast in Vergessenheit.

Doch damit wollte ich mich nicht zufrieden geben – zu schön war die Reaktion der Kinder. Immer wieder malten die Kinder nachmittags in Eigeninitiative Baumbilder, sprachen mich auf die Baumdetektive an und wollten meine Fantasiegeschichten über Bäume hören.

Doch mittlerweile hat sich, auf meine Initiative hin, das Baumthema wieder mehr nach draußen verlagert und ist nun fester Bestandteil im Lehrplan. Demnächst möchte ich mit den Kindern auf dem Schulhof junge Bäume pflanzen, sie gemeinsam pflegen und beobachten. Das macht mich sehr glücklich, denn es ist einfach wunderbar zu sehen, wie viel bewusster und interessierter die Kinder mit Bäumen auseinandersetzen, wenn sie sich als Baumdetektive auf Spurensuche begeben.

Mach auch aus Deinem Wunsch eine Erfolgsgeschichte! Lass Dich inspirieren durch das APRIL Workbook!