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28. April 2016

„Ob eigentlich jeder Mensch ein besonderes Talent hat?“

Sarahs Erfolgsgeschichte

Als ich mal wieder beim Zappen bei einer der vielen Talentshows hängenblieb, fragte ich mich, ob eigentlich jeder Mensch ein besonderes Talent hat. So kam ich ins Grübeln und überlegte, was ich ganz besonders gut kann. Ganz unwichtig war diese Frage zu diesem Zeitpunkt nicht. Schließlich hatte ich damals noch ein Jahr bis zum Abitur und wusste noch nicht genau, was ich nach dem Abschluss machen sollte.

In den nächsten Wochen vergaß ich meine Frage jedoch wieder. Im Herbst besuchte ich dann eine Freundin in Salzburg und kam durch Zufall am „Talente-Check-Center“ vorbei. Plötzlich war die Frage nach meinen Talenten wieder da und ich betrat die futuristischen Räume. Hier war es möglich durch viele unterschiedliche Tests herauszufinden, was einem wirklich gut liegt. Am liebsten hätte gleich losgetestet, aber da ich keinen Termin vereinbart hatte, klappte es an diesem Tag nicht. Ich nahm aber viel Inspiration mit nach Hause.

Jetzt hatte ich Feuer gefangen und wollte unbedingt wissen, was meine Talente sind. Warum sollte ich etwas arbeiten, das meinen Talenten vielleicht widerspricht? Wäre es nicht viel besser eine Ausbildung zu finden, die im Einklang mit meinen Talenten steht? Zu Hause sprach ich voller Begeisterung mit meinem Vater, der Abteilungsleiter eines mittelständischen Unternehmens ist. Er erzählte mir, dass die Mitarbeiter in der Personalabteilung an einer Schulung für Eignungstests zur Personalauswahl bei Bewerbungsgesprächen teilgenommen haben. Er versprach mir, einen Kollegen zu fragen, ob er so einen Test auch einmal mit mir durchführen würde.

Schon eine Woche später hatte ich einen Termin in der Personalabteilung. Es war unheimlich spannend, so ein Unternehmen mal von innen zu sehen. Der Mitarbeiter war sehr freundlich und meine anfängliche Unruhe legte sich bald. Er stellte mir viele Fragen, ich sollte Aufgaben lösen und kleine Tests durchführen. Alles machte viel Spaß und ich hatte selbst schon ein Gefühl, was gut lief und was eher nicht so mein Ding war.

Das Ergebnis war trotzdem überraschend für mich. Irgendwie hatte ich bisher gedacht, dass ich nach dem Abitur eher eine kaufmännische Ausbildung machen wollte. Schließlich hatte mein Vater mir immer so viel davon vorgeschwärmt und gesagt, dass mir eine Ausbildung bestimmt viel Freude bereiten würde. Der Talente-Check ergab jedoch, dass ich sprachlich begabt und kreativ bin, gern Dinge erschaffe und damit am liebsten andere Menschen begeistern möchte. In einer kaufmännischen Ausbildung würde ich wohl nicht wirklich glücklich werden, sagte der Mitarbeiter. Jetzt erinnerte ich mich auch wieder daran, mit wie viel Begeisterung ich als Kind stundenlang Bilder gemalt habe, kleine Ausstellungen für meine Familie organisiert habe und als Jugendliche eigene Geschichten erfunden habe.

Mit diesem Wissen und der Tatsache, dass mir auch Sicherheit sehr wichtig ist, recherchierte ich ein wenig und wurde schnell fündig. Ein Lehramtsstudium für die Fächer Kunst und Deutsch. Und was soll ich sagen? Mittlerweile habe ich ein Praktikum an der Schule gemacht und bin mir sicher, dass ich als Kunst- und Deutschlehrerin arbeiten möchte. Es war genau die richtige Entscheidung, meine Talente zu testen und diese zum richtigen Zeitpunkt zu beachten. Mein Vater ist mittlerweile auch darüber hinweg, dass ich keine kaufmännische Ausbildung machen werde. Letztens sagte er sogar, wie sehr er sich darüber freue, mich so glücklich zu sehen.

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