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18. April 2015

Klettern
„Den Ideen freien Lauf lassen“

– Lisas Erfolgsgeschichte

Ich hatte eine ziemlich schwierige Phase in meinem Job als Produktdesignerin. Ich war die einzige Frau in der Abteilung und mein Vorgesetzter schien nicht viel von mir zu erwarten. Ich hatte immer so viele Ideen, wie wir Abläufe vereinfachen oder Kreativmeetings produktiver gestalten könnten. Aber niemand setzte sich wirklich damit auseinander. Das war ziemlich frustrierend. Da ich meine Kreativität in meinem Job nicht ausleben konnte, nahm ich in meiner Freizeit an mehreren Workshops zum Thema Innovationsmanagement und Zukunftsforschung teil. Mir wurde klar, dass ich mir einen neuen Job suchen muss.

Doch dann wurde der neue Vorstand des Unternehmens vorgestellt, und es war das erste Mal in der Unternehmensgeschichte eine Frau mit im Vorstand. Ich war sofort beeindruckt von ihrem souveränen und positiven Auftreten. Ich wollte sie so gerne kennen lernen, aber ich traute mich nicht, sie anzusprechen. Eines Vormittags begegneten wir uns zufällig am Kaffeeautomaten auf der Etage. Bevor ich mich wieder davonstehlen konnte, kam sie lächelnd mit ausgestreckter Hand auf mich zu und fragte: „Hallo, wer sind Sie denn? In welcher Abteilung arbeiten Sie?“ Wir kamen ins Gespräch und da ich eh bald weg sein würde, schilderte ich ihr ziemlich ehrlich, wie es mir hier geht und was mich alles frustriert. Sie interessierte sich sehr für mich, meine Ideen und mein Interesse am Ideenmanagement. Sie lud mich zu einem weiteren Gespräch ein, diesmal zusammen mit dem Marketing Manager. Sie waren gerade dabei, eine neue Business Development Abteilung aufzubauen und sie wollten mich da unterbringen.

Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Ich hatte mich ja bereits innerlich von dem Unternehmen verabschiedet. Ich erbat mir Bedenkzeit über das Wochenende und spielte diesen konkreten Fall mit der Szenariotechnik durch. Dabei wurde mir klar, dass ich die Chance annehmen muss. Ich startete mit einer Assistentenstelle im Business Development Team. Dort blühte ich regelrecht auf. Inzwischen leite ich das Business Development und habe achtzehn Mitarbeiter, die ich führe. Ich sorge dafür, dass jede Idee, die wir haben, zumindest einmal ausgesprochen und geprüft wird.

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