< zurück

30. April 2015

„Geld kann man lernen“

– Herberts Erfolgsgeschichte

Seit vielen Jahren bin ich Leiter einer Bank, interessiere mich immer für Finanzthemen und außerdem besonders für Kunst und Philosophie.
Vor zehn Jahren überraschte mich eine junge Unternehmensgründerin mit einer sehr direkten Frage. Wir kamen ins Gespräch, als ich ihren Laden auf einen kleinen Spaziergang in der Mittagspause  entdeckte. Sie fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, mit ihr einmal im Monat regelmäßig Gespräche über Geld zu führen. Sie wolle gern mehr über das Wie und Warum, über harte Fakten und die Philosophie des Geldes lernen. Zuerst fand ich das sehr ungewöhnlich, aber irgendwie auch logisch nachvollziehbar. Wann spricht man sonst schon über Geld und dann auch noch, um zu lernen?

Ich erinnerte mich daran, dass ich schon in der Oberstufe gern Mathe und Latein-Nachhilfe gegeben hatte. Und ich wurde neugierig, welche Fragen die junge Unternehmerin bewegten. Also begannen wir mit unseren Geldgesprächen. Bei einigen Terminen ging es ganz konkret um Finanzplanung. Zum Beispiel stand ein Baustellenvorhaben rings um den Laden der Gründerin an. Das hätte auf den ersten Blick fast das bisher Geschaffte zunichte gemacht. Durch die rechtzeitige Entwicklung eines Plan B und sogar C, konnten die Weichen für die Zukunft dann aber so gestellt werden, dass die weitere Entwicklung positiv verlief. Oft ging es um grundsätzliche Themen wie zum Beispiel den Unterschied zwischen Konsumieren und Investieren oder um Grundsätze der Geldanlage.

Nach fünf Jahren mit Gesprächen über Geld haben sich nicht nur das Geschäft und die Gewinne der Unternehmensgründerin entwickelt, mir wurde vor allem bewusst, wie viel Spaß es macht und wie interessant es ist, Geschäftsmodelle zu denken und mitzugestalten. Das hilft auch mir, mich immer wieder gedanklich weiterzuentwickeln.  Bewusst wurde mich außerdem, dass statt Antworten auf alles, gute Fragen viel stärker den Erkenntnisprozess in Gang bringen.

Das ist für mich auch die Motivation, im Beirat und Vorstand der APRIL Stiftung und des Fördervereines das unternehmerische Denken junger Menschen zu fördern.

Mach auch aus Deinem Wunsch eine Erfolgsgeschichte! Lass Dich inspirieren durch das APRIL Workbook!