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7. April 2016

„Die Geschichte mit der Liebe“

Tonys Erfolgsgeschichte

In einer Region wie dem Ruhrgebiet, in der der Fußball einen so hohen Stellenwert hat, gab es natürlich auch unterschiedliche „Fanlager“. Die drei Hauptgruppierungen waren „Blau-Weiß“, „Schwarz-Gelb“ und die Fraktion die nie verlieren wollte. Ich gehöre zu den erstgenannten. Mein Vater nahm mich von klein auf mit ins Stadion und so wurde der Verein immer mehr zu einer Art Lebensmittelpunkt. Somit brauche ich keinem Fußballexperten erzählen, wie ich mich am 19. Mai 2001 gefühlt habe und lasse diesen Tag an dieser Stelle unkommentiert.

Mit zunehmenden Alter änderte sich nicht viel. Die Mädchen interessieren sich nicht für Fußball, also hatten wir auch keine gemeinsamen Gesprächsthemen. Irgendwann kam jedoch der Tag, an dem eine Frau besonderer wurde als die anderen. Wir schrieben uns auch nach den Feiern, trafen uns zum Kaffeetrinken, unternahmen viel zusammen und bald darauf fanden wir uns in einer festen Beziehung wieder. Nun war ich im Zwiespalt und ich fing an mich neu zu organisieren. Hobbies, Freunde treffen oder doch shoppen? Krieg ich alles schon irgendwie unter. Der Samstagnachmittag im Stadion stand und steht jedoch fest wie Beton und bleibt geblockt! Da ich mittlerweile voll berufstätig war, blieb es nicht nur bei den regelmäßigen Heimspielen, sondern ich folgte meinem Club auch in sämtliche Stadien Deutschlands und auch europaweit. Aus dem Samstagnachmittag wurde ein Wochenende und auch mal ein verlängertes Wochenende. Es war alles vollkommen unkompliziert und daher trauten wir uns eine gemeinsame Wohnung zu. Wir merkten nur nicht, dass wir im Endeffekt unsere Leben weiterlebten, anstatt ein gemeinsames zu gestalten. Somit kam es irgendwann folgerichtig zur Trennung. Zuerst entschied ich mich für das Einfachste. Ich mache einfach so weiter. Arbeiten um am Wochenende zum Fußball zu fahren und sonntags natürlich noch selbst die Schuhe in der Kreisliga C zu schnüren.

Doch dann erlebte ich das Wochenende X, das mein Leben veränderte. In einem Club in Berlin sah ich sie. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich sie ansprechen muss. Also nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sprach sie an. Wir tanzten die ganze Nacht durch und verabredeten uns am nächsten Tag am selben Ort um weiterzutanzen. Die Leidenschaft zum Pferderennsport verbindet uns und ich habe verstanden, dass Fußball die schönste NEBENSACHE der Welt ist. Sie gab in der Hauptstadt alles auf, zog zu mir ins Ruhrgebiet und ich kenne endlich die Bedeutung des Wortes Liebe!

 

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