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9. April 2019

„Mein 6 Minuten Training!“

– Charlottes Erfolgsgeschichte

Meine Welt schien nicht richtig. Laufend tauchten Konflikte auf, die mich betrafen. Ein Feedback ergab, dass ich auf andere Menschen anders wirkte, als ich es selbst glaubte oder beabsichtigte.

Ein Bekannter lieh mir ein Buch, das „Das 6 Minuten Training“. Aber ich wusste ja nicht, was ich trainieren sollte. Ich fing damit an, genauer anderen Menschen zuzuhören und nachzufragen. Wenn mir jemand etwas Unfreundliches sagte, fragte ich direkt nach und ließ mir die Darstellung noch genauer erläutern. Während ich vorher in kontroversen Situationen nahezu explodierte, mein hohes Unrechtsbewusstsein mich wutschnaubend bis zum Ohrensausen aufbrachte, war ich der Meinung, von allen mich mögenden und liebenden Menschen meilenweit entfernt zu sein. Nun wurde Manches ruhiger. Allein das Interesse an ihrer Meinung und das aufmerksame Zuhören veränderte die Situation schon maßgeblich. Während ich das tat, trainierte ich, mich in die Menschen hinein zu versetzen. Anfangs musste ich quasi die Luft anhalten, um nicht herauszusprudeln warum ich ja gar nichts dafür konnte. Und die Ohren sausten gewaltig, von so viel Unrecht.

Die drei Attribute dankbarpro-aktiv und zielorientiert ließ ich mir morgens durch den Kopf gehen. Aber nur kurz. Das reichte, um festzustellen, dass ich von meinen Zielen lange nichts mehr vernommen hatte (oder hatte ich sie schon aufgegeben?) und deshalb auch schon einige Zeit nichts mehr pro-aktiv dafür getan hatte. Ich zog meine vor kurzem selbst gestaltete Jeansjacke an und war dankbar für mein Talent zum Gestalten. Später setzte ich mich für einen Mini-Plausch zu Kolleginnen und war dankbar, mit ihnen zu lachen. Am Abend führte ich ein Gespräch mit einer Freundin. Schön, dass sie sich die Zeit für uns nahm.

Das lief gut. Seit drei Tagen keine neuen Einschläge.

Jetzt lies mich das Thema nicht mehr los. Als Trainerin für Kommunikationspsychologie hatte ich doch erlernt, was erfolgreich Kommunizieren verlangt. Ich stellte fest, dass mit der persönlichen Betroffenheit in einem stressigen Umfeld schon mal die guten Eigenschaften über Bord gehen können. Es lohnt sich jedoch, sich selbst daran zu erinnern. Und sich für das Eigentraining etwas Zeit und Ruhe abseits des Alltags zu nehmen. – Das gehört wohl auch zur Work-Live Balance. – Heute trainiere ich Glücklich-sein oder auch glücklich im Sein.

Genauer reflektierte ich nachfolgend meine Erfolge und merke dabei, dass ich in den letzten 5 Jahren erneut vorangekommen bin. Das erfüllt mich mit Dankbarkeit. Es gibt gar keinen Grund zum Zweifeln. Menschen verändern sich täglich und ständig. Da ich über einige Zeit zu viel gearbeitet hatte, ist es normal, auch wieder mal die eigene Sinnhaftigkeit zu überprüfen. Die Phasen wechseln. Nach neuen Anregungen folgen neue Versuche und Anpassungen. Es hört nicht auf. Nur, wer wachsam im Leben bleibt, kommt immer wieder an den Punkt der Weiterentwicklung. Interne und externe Anlässe gehören dazu.

Heute trainiere ich Glücklich-sein und morgen nehme ich mir ein neues Attribut vor.

 

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