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26. April 2019

„Reiseplanung“

– Thomas Erfolgsgeschichte

Früher bin ich viel gereist, bin vor allem durch Europa getrampt. Ungeplant, einfach drauf los. Das war großartig und abenteuerlich. Seit ich im Berufsleben stehe – und vor allem seit wir eine Familie sind –, bleibt weniger Zeit zum Drauf-los-Reisen. Daher wird nun geplant, was Karten, Bücher und Blogs so hergeben.

Wenn ich im Internet Reiseberichte durchforste oder Reiseführer wälze und die spannendsten Orte und Touren auf der Karte eintrage, die vor mir ausgebreitet auf dem Tisch liegt: Das macht richtig Spaß. Ich bin dann schon mal weg – im Urlaub.

Und so eine Planung bringt viele Vorteile. Wer sich auf seine Irlandreise gut vorbereitet hat, durchfährt den Ring of Kerry von Süden nach Norden. Dann ist die Sicht auf die fantastische Küste immer frei von anderen Autos und Reisebussen. Im Acadia Nationalpark (New England) ist es sinnvoller, auf einigen Routen in eine bestimmte Richtung zu wandern. Wenn man das nicht beachtet, muss man sich alle paar Meter umsehen, um einen Blick auf das atemberaubende Panorama zu erhaschen.

Gute Planung bewahrt einen auch davor, die in manchen Reiseführern hervorgehobenen Superlative überzubewerten. Es muss nicht der größte Wochenmarkt der Normandie sein, die kleineren sind meist die netteren; auch sind versteckte Seen in Schweden oft viel idyllischer als der größte, der Vänern. Hier sieht man vor allem: Wasser. Außerdem ist es für uns wichtig zu wissen, welcher Hiking-Trail auf den Lofoten für Kinder geeignet ist. Die richtige Wahl erspart allen viel Gemaule und Schreckmomente.

Mit einer guten Planung lässt sich außerdem die Urlaubskasse schonen. Um sich Manhattan bei Nacht anzusehen, kann man für viel Geld in einem Ausflugsboot durch die Upper Bay schippern – oder für eine Handvoll Dollar die Fähre nach Staten Island und zurück nehmen. Der Blick ist der gleiche.

Sind einige Übernachtungen im Voraus gebucht, müssen wir nicht vor Ort nach Camping- und Stellplätzen fürs Wohnmobil suchen oder die Hotels abklappern. Das schafft Zeit für ein entspanntes Sich-treiben-Lassen und kleine Abenteuer. Schließlich muss Planung ja nicht bedeuten, eine Liste abzuarbeiten und den Rest der Familie damit zu drangsalieren, dass wir genau sechs Minuten Zeit haben, den Blick in den Fjord zu „genießen“, um danach zum nächsten Punkt auf der Liste zu hecheln.

Dass meine Frau, die zu meiner großen Erleichterung unter anderem die Buchungen der Unterkünfte übernimmt, sich immer wieder über die Planung freut und dass wir stets entspannte Urlaube verleben: Das bereitet am meisten Freude. So ganz schlecht können die Vorbereitungen also nicht sein. Eine Ex-Freundin hat letztens zu mir gesagt: „Wenn ich an unsere gemeinsame Zeit zurückdenke, fand ich es immer ganz besonders toll, wie du unsere Urlaube geplant hast.“ Immerhin.

 

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