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18. April 2019

„Vom Suchen und Ankommen in der Arbeitswelt“

– Franziskas Erfolgsgeschichte

Endlich hatte ich meinen Bachelor in der Tasche und ein neuer Lebensabschnitt konnte beginnen! Ein Jahr lang hatte ich mühselig an meiner Bachelorarbeit gefeilt, bis ich sie endlich einreichen konnte und erfolgreich bestand. Nun kann ich diesen Teil meines Lebens hinter mir lassen und mich dem nächsten widmen. Dem Teil, der den normalen Bachelor Studenten schon zu Anfang seines Studiums beschäftigt – die Arbeitswelt. Was man nach dem Studium machen wollte, war in diesen 3 Jahren wohl die am häufigsten zu meisternde Frage, die mir gestellt wurde. Dabei unterscheiden sich traditionell die Studenten, die davon eine ganz genaue Vorstellung haben von jenen Studenten, die einfach mit dem Wind segeln und schauen, was auf sie zukommt. Zugegebenermaßen trieb ich im großen Meer der Möglichkeiten relativ ziellos dahin.

Ich hatte zuvor Theater studiert und mich dabei juchzend über Bühnenböden gerollt – aber glücklich machte es mich nicht. In irgendeine Arbeit musste ich mich doch verlieben? Zwischenzeitlich habe ich als Kellnerin gearbeitet, mal als Bankangestellte Konten jongliert, bin durch die Welt gereist, habe in Süd-Frankreich Töpfe geschrubbt und mich als Regie-Assistenz probiert. Doch nichts davon konnte mich für lange halten. In Berlin begann ich letztlich Digitale Medienkultur zu studieren. Während meiner Reisen war ich fasziniert von der digitalen Berichterstattung durch Fotos und Texte. Ich wollte schreiben und fotografieren, am besten eine spannende Kombination aus beidem. So führte mich mein Bauchgefühl während meines Studiums in meine erste Online Redaktion – ein digitales Magazin über das Leben in Berlin. Ich merkte schnell, dass ich die Arbeit in der Redaktion liebte. Obwohl sie damals unbezahlt und ich lange zehn Stunden am Tag vor Ort war, wusste ich, dass ich endlich gefunden habe, was mir Spaß macht.

Und wenn man plötzlich weiß, was man will, passiert etwas Wunderbares. Das Irren hatte ein Ende und weicht endlich einem Ziel. Von nun an kann man seine gesamte Energie darauf konzentrieren, dieses Ziel zu erreichen. Für mich bedeutete das, mein Praktikantendasein hinter mir zu lassen und in ein einer spannenden Online Redaktion als Redakteurin zu arbeiten. Allerdings wurde mir schnell bewusst, dass kaum jemand einen Anfänger einstellen will. Ich brauchte also ein Wunder oder in anderen Worten Jemanden, der mir eine Chance gab. Ich hatte mittlerweile in drei verschiedenen Redaktionen gearbeitet und bewiesen, wie wichtig mir dieser Weg ist. Endlich, nach etlichen lohnlosen Stunden und schlaflosen Nächten: Meine Mühe wurde belohnt. Mein Chef empfahl mich einer jungen Online Redaktion, die gerade dabei war, ihr Team auszubauen. Nach einem langen Bewerbungsprozess und aufreibenden Wochen des Wartens bekam ich die Stelle. Meine Suche hatte endlich ein Ende. So lernte ich, dass auch Verlorengegangene endlich ankommen können.

Mach auch aus Deinem Wunsch eine Erfolgsgeschichte! Lass Dich inspirieren durch das APRIL Workbook!