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16. April 2018

„54 ° Grad – Quer durch Schleswig-Holstein“

– Thomas Erfolgsgeschichte

Einem 84 Jahre alten Musiker und Mitglied des Erfinderclubs habe ich zugehört, als er vor einer Pizzeria auf seiner selbst gedrechselten und von ihm mit Saxophonklappen bestückten Flöte ein beeindruckendes Swing-Solo gespielt hat. Ich habe im Schatten des wohl ältesten Baums Schleswig-Holsteins gestanden und bei der Renovierung einer über 100 Jahre alten Yacht zugesehen. Wie konnte es dazu kommen?

Mit Frau und zwei Söhnen habe ich bis Mitte 2016 in Berlin gelebt. Einen Tag pro Woche hatte ich mir von meinem Job als Redakteur frei genommen, um mir einen neuen Job zu suchen, der nur 30 statt 50 Stunden pro Woche umfasst und den ich in Schleswig-Holstein ausüben könnte. Denn dorthin wollten wir umziehen. Das hat geklappt, auch die passenden Jobs haben wir gefunden. Und ich habe während unserer Zeit in Berlin noch mein Projekt „Magazingründung“ vorangetrieben.

Es sollte irgendetwas mit Schleswig-Holstein zu tun haben, und mit dieser vagen Vorstellung habe ich einfach mal eine E-Mail an einen kleinen Verlag in Eckernförde geschrieben. Sie haben mich dann eingeladen, und wir sind uns einig geworden: Es sollte ein Magazin sein, das von Politik über Wissen bis zu Kultur eine Vielfalt an Themen mit direktem Bezug zu Schleswig-Holstein bietet. Wir haben es „54° Nord“ genannt, und im März 2018 ist die dritte Ausgabe erschienen. So einfach kann es sein.

Ganz so einfach war es natürlich nicht: Ich musste häufiger die knapp 400 Kilometer nach Eckernförde und wieder zurück fahren, um etwas auf die Beine zu stellen, für das es deutschlandweit keine Blaupause gibt. Und das mit Leuten, die ich nur von einigen Treffen kannte.Trotzdem hat es geklappt. Warum eigentlich? Das Wichtigste scheint mir zu sein, dass wir alle vom ersten Treffen an wertschätzend miteinander umgegangen sind. Außerdem war es eine gelungene Mischung aus gut geplantem, kalkuliertem Abenteuer und einem „Ach komm, wir legen jetzt einfach los“.

Sollte es mit dem Magazin doch noch scheitern, wäre es aber nicht sinnlos gewesen: Ich habe wundervolle Mitstreiter kennengelernt und während der Recherche eine Menge über Schleswig-Holstein erfahren. Und ich habe spannende Menschen getroffen, die ihrer Beschäftigung mit viel Leidenschaft nachgehen – egal, ob sie nun biegsame Solarzellen entwickeln, den Weg der Robben durch die Nordsee per Peilsender verfolgen oder einen kippsicheren Tortenheber erfunden haben. Oder einfach mal „One for my Baby“ auf der selbst gebauten Saxophon-Flöte improvisieren..

Mach auch aus Deinem Wunsch eine Erfolgsgeschichte! Lass Dich inspirieren durch das APRIL Workbook!