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15. April 2016

„Das FAHRRAD“

– Karl-Heinz’s Erfolgsgeschichte

Seit meiner Jugend ist das FAHRRAD meine große Leidenschaft. Ein Sportsfreund sprach mich Anfang der 90 er Jahre an, ob ich nicht in seinem Fahrradgeschäft arbeiten wolle. Ich betreute zu dieser Zeit ehrenamtlich die Fahrradwerkstatt unseres Sportvereins. So war ich einige Jahre in der Werkstatt und im Verkauf dieses Geschäfts tätig. Das war eine abwechslungsreiche und erfüllende Arbeit für mich. Dann musste mein Freund sein Geschäft aufgeben.

Durch meine gute Arbeit und Kontakte in der Branche fand ich sofort eine neue Arbeitsstätte. Nebenberuflich, auf eigene Kosten, machte ich einen 18-monatigen Fernlehrgang: „Praxis für den Fahrradeinzelhandel“. Ich finde es ziemlich wichtig, sich weiterzubilden und zu lernen. Das gibt mir zusätzliche Sicherheit und Selbstvertrauen. Leider wurden in diesem Geschäft die beruflichen Herausforderungen immer weniger. Ich konnte mich nicht mehr weiterentwickeln.

So wagte ich im Jahr 2003 den Schritt in die Selbstständigkeit und wurde Fahrradkurier. Ich erfüllte mir einen Traum. Ich habe mir als Ziel sechs Monate gesetzt, um davon leben zu können. Auch habe ich mich gut vorbereitet und gelernt. Nicht die Schnelligkeit des Fahrers ist entscheidend, sondern die Orts- und Kundenkenntnis und noch Einiges mehr. Ich war 13 Jahre erfolgreich Fahrradkurier in Berlin. Ab 2010 merkte ich, dass die Aufträge für die Fahrradkuriere rückläufig waren. Die zunehmenden Onlinetätigkeiten der Firmen war dafür ein Grund. Für mich wurde es zunehmend schwieriger, in der gegebenen Zeit auf den nötigen Umsatz zu kommen.
Im Herbst 2015 erfuhr ich, dass nicht weit von meinem Wohnort entfernt ein großes Fahrradgeschäft gebaut wurde. Es wurden auch neue Mitarbeiter gesucht. Ich bewarb mich. Ich hatte die Bewerbung schon längst vergessen, da klingelte an einem Samstag im Februar 2016 mein Telefon. Die Geschäftsführerin war am Telefon und fragte mich, ob ich noch an der Arbeit interessiert sei. Wir vereinbarten einen Termin für ein Vorstellungsgespräch. Da ich mittlerweile ein Lebensalter erreicht habe, das die 60 Jahre überschritten hat, machte ich mir nicht viel Hoffnung.

Doch ich bekam die Stelle im Fahrradverkauf. Seit dem 1. April 2016 arbeite ich im „Radhaus“. Der Anfang war eine Herausforderung für mich. Nicht der Verkauf und die benötigte Fachkenntnis, sondern der Umgang mit den Kollegen war meine größere Herausforderung. Ich war es gewöhnt, selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten. Hier gab es viele Aufgaben, die im Team, gemeinsam mit anderen gelöst werden mussten. Ich musste mich wieder mehr mit anderen Meinungen auseinandersetzen und kompromissbereit werden. Ein anderes „Problem“ war mein Alter. Alle Mitarbeiter sind deutlich jünger als ich. Zum Anfang wurde ich etwas belächelt. Aber mein Alter hat auch Vorteile, die Lebenserfahrung und Menschenkenntnis. Ich war freundlich und hilfsbereit. So habe ich mir mit der Zeit Achtung, Wertschätzung und meinen Platz im Team erarbeitet. In der Zwischenzeit bin ich bei vielen Fragen der Ansprechpartner der Kollegen und im Verkauf habe ich einen verantwortungsvollen Platz eingenommen. Meine Verkaufszahlen sprachen vom ersten Tag für sich.

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